Eine für alle, alle für eine!

Belladonna, Bd. 1

Belladonna, Bd. 1

Frankreich im Jahre des Herrn 1680, es herrscht der Sonnenkönig Ludwig XIV. Minister Louvois hat eine Geheimdienst gegründet, der das Land gegen seine Feinde beschützen soll. Unter den Geheimagenten sticht eine junge Frau heraus, die nicht nur viel Erfahrung im Kampf besitzt, sondern auch noch eine dunkle Vergangenheit.

Okay, die große Vorlage für diese Geschichte sind natürlich die Romane um die drei Musketiere von Alexandre Dumas, das Ganze wurde dann noch modern aufgepeppt mit einer weiblichen Heldin, die sowohl eine Expertin im Nahkampf und als auch mit Waffen ist. Das Autorenduo Ange ist vor allem durch ihre Reihe „Die Legende der Drachenritter“ bekannt geworden, während der Zeichner Pierre Alary bisher an der Reihe Sinbad mitgewirkt hat, die ebenfalls bei Splitter erscheint. Im Vergleich zu den Drachenrittern ist „Belladonna“ völlig anders, wesentlich humorvoller und dabei heller und freundlicher gezeichnet. Es ist eine klassische Mantel- und Degen-Geschichte mit rasanten Duellen wilden Verfolgungsjagden über die Dächer von Paris.

Ein wenig stört mich, dass man sich anscheinend momentan für solche Geschichten immer einer Heldin bedienen muss, obwohl auch diese hier in einer Zeit spielt, in der Frauen nun nicht gerade gleichberechtigt mit Männern waren und wohl kaum mit Degen und Dolch in der Gegend herum liefen. Aber egal, „Belladonna“ funktioniert auf jeden Fall als Musketiergeschichte in der Tradition von Dumas’ Helden und nach diesem ersten Band hat es die Serie auf jeden Fall verdient, weiter im Auge behalten zu werden.

Belladonna Bd.1: Marie

Autor: Ange

Zeichner: Pierre Alary

Übersetzung: Monja Reichert

Verlag: Splitter

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